Social Media Marketing Guide

Manfred Schmutz Affiliate Marketing, Network Marketing, Online Marketing Leave a Comment

Das zweite ICH im Netz – ein Profil auf sozialen Netzwerken

Unternehmerischer Erfolg ist eine Frage des Marketings. So steht es in den Lehrbüchern der Betriebswirtschaftslehre. Eine leistungsfähige Produktionsabteilung, ein zuverlässiger Versand oder ein rechtssicheres Rechnungswesen können nicht zur Höchstleistung hochfahren, wenn das Unternehmen unbekannt ist und niemand bestellt. Selbständige, Freiberufler und Künstler sind das Alles in Personalunion und finden in den sozialen Medien den richtigen Ort, eine wirksame Entfaltung Ihres Marketings mit kleinem Budget zu erzielen.

Marketing im digitalen Wandel

Marketing ist ein breitgefächerter Instrumentenkasten für das Bewerben der eigenen Dienstleistungen oder Produkte. Jedoch beschränkt sich in den Tagen der sozialen Medien das Marketing nicht auf das Schalten von Werbeanzeigen oder Werbeinformationen. Dem Unternehmer bietet sich die Möglichkeit, die eigene Person facettenreich vorzustellen und den direkten Kontakt mit den zukünftigen Kunden zu erhalten. Durch die öffentliche Darstellung sind einige wichtige Grundregeln zu beachten, damit Interessenten den Kontakt aufnehmen und Vertrauen fassen.

Die verschiedenen Plattformen richten sich an verschiedene Zielgruppen. Die Art und Weise der Kommunikation unterscheidet sich ebenfalls je nach sozialem Netzwerk. Für eine erfolgreiche Etablierung des eigenen Auftrittes sind dafür die Gepflogenheiten vorab zu studieren, um eine negative Publicity zu vermeiden. Um zu beurteilen, welche Netzwerke für eine aktive Kommunikation in Frage kommen, ist vorab eine Analyse sinnvoll. Je nach unternehmerischer Zielsetzung bieten sich manche Netzwerke mehr und andere weniger an. Hundertprozentig verlässliche Zahlen gibt es nicht, da die veröffentlichten Daten viele ungenutzte sogenannte Profile enthalten und aus unterschiedlichen Interessen heraus publiziert werden.

Die grössten Netzwerke in Zahlen in 2015

Facebook wird mit etwa 1,5 Milliarden Nutzern weltweit ausgewiesen. In Deutschland sollen mittlerweile 28 bis 30 Millionen Nutzer angemeldet sein. Obwohl WhatsApp kein soziales Netzwerk im ursprünglichen Sinn ist, stellt es in 2015 mit schätzungsweise 35 Millionen deutschen Nutzern mittlerweile die Nr. 1 beim Kommunizieren dar. Ein gutes Stück dahinter rangiert XING, das wohl bekannteste regionale Businessnetzwerk in Deutschland, Schweiz und Österreich mit 8 Millionen Nutzern. Mit eher internationaler Ausrichtung folgt LinkedIn mit etwa 6 Millionen Nutzern im deutschsprachigen Raum. Mit ca. 2 bis 4 Millionen Nutzern folgen in namentlicher Reihenfolge Google+, Instagram, Pinterest, Twitter und YouTube.

Auf allen Plattformen hundertprozentig aktiv zu agieren, wird am Faktor Zeit scheitern. Die verschiedenen sozialen Netzwerke bieten eine individuelle Ausrichtung und das sollte bei der Auswahl für die persönliche Marketingstrategie berücksichtigt werden. Ein bisschen hier und ein wenig dort was schreiben oder senden führt zu ein bisschen Aufmerksamkeit. Und Aufmerksamkeit ist die heutige Währung für neue Kunden. Um ein Netzwerk aufzubauen, sucht der Unternehmer am besten nach bekannten Personen aus dem täglichen Umgang. Hier ist eine einfachere Verknüpfung möglich, so dass ein erster Kreis von Beziehungen entsteht. Nach der Auswahl der zu bedienenden Netzwerke sollte über die digitale Darstellung nachgedacht werden. Ist das Profil auf den unterschiedlichen Plattformen möglichst gleich, fördert der Unternehmer damit den Wiedererkennungswert. Ein einheitlicher Auftritt nimmt den Interessenten die Unsicherheit für den ersten Kontakt und den Eintritt in eine direkte 1 zu 1 Kommunikation. Das fängt bei der Einstellung von Fotos an und sollte bei der Information über das Tätigkeitsfeld viele Parallelen aufweisen.

Facebook – der Platzhirsch

Facebook ist eher eine digitale Plattform für den privaten Gebrauch zum Austauschen von Informationen, Bildern oder Videos. Hier mit permanenten Werbenachrichten an zukünftige Kunden kommen zu wollen, führt schnell zur Blockade durch die Nutzer und zum Ausschluss aus dem sogenannten Freundeskreis. Es ist sinnvoller zwischen privaten Meinungen und gewerblichen Informationen zu trennen. Unternehmerische Informationen und Kommunikation veröffentliche das werbende Unternehmen am besten über eine sogenannte „Seite“. Diese stellt eine Unterhomepage bei Facebook dar. Wichtig ist hier wie auch bei allen anderen sozialen Netzwerken das Impressum, das für Anbieter von Produkten und Dienstleistungen gesetzlich Pflicht ist, wenn Sie eine solche Seite einrichten. Das Prinzip von Facebook ist der persönliche Austausch (Kommentar), das Liken (Gefällt mir) und das Teilen der Informationen. Der Nutzer kann anderen Menschen eine Verknüpfung anbieten (Freundschaftsanfrage stellen) oder über Werbeschaltungen auf die eigene gewerbliche Seite verweisen, um Mitglieder zu gewinnen. Letzteres kostet Geld ermöglicht aber eine grössere Reichweite. Um Erfahrungen im Umgang mit der Kommunikation einer Seite zu sammeln, empfiehlt es sich, sich bei anderen Seiten per „Like“ einzutragen. Seien Sie bei der Herausgabe von Daten über Ihre Person am Anfang sparsam. Einmal eingegebene Daten können für ewig im Netz verbleiben. Dies gilt auch für einmal geschriebene Kommentare und Aussagen.
Auf allen Plattformen hundertprozentig aktiv zu agieren, wird am Faktor Zeit scheitern. Die verschiedenen sozialen Netzwerke bieten eine individuelle Ausrichtung und das sollte bei der Auswahl für die persönliche Marketingstrategie berücksichtigt werden. Ein bisschen hier und ein wenig dort was schreiben oder senden führt zu ein bisschen Aufmerksamkeit. Und Aufmerksamkeit ist die heutige Währung für neue Kunden. Um ein Netzwerk aufzubauen, sucht der Unternehmer am besten nach bekannten Personen aus dem täglichen Umgang. Hier ist eine einfachere Verknüpfung möglich, so dass ein erster Kreis von Beziehungen entsteht. Nach der Auswahl der zu bedienenden Netzwerke sollte über die digitale Darstellung nachgedacht werden. Ist das Profil auf den unterschiedlichen Plattformen möglichst gleich, fördert der Unternehmer damit den Wiedererkennungswert. Ein einheitlicher Auftritt nimmt den Interessenten die Unsicherheit für den ersten Kontakt und den Eintritt in eine direkte 1 zu 1 Kommunikation. Das fängt bei der Einstellung von Fotos an und sollte bei der Information über das Tätigkeitsfeld viele Parallelen aufweisen.

Xing – das Business to Business Zentrum

Xing ist als Businessnetzwerk ausgerichtet und aus dem ehemaligen OpenBC-Netzwerk hervor gegangen. Hier können Kontakte zu anderen Selbständigen, Angestellten, Künstlern und allgemein Firmen geknüpft werden. Das Profil hier ist weniger privat sondern unternehmerisch orientiert. Private Informationen sind hier nur in dem Masse interessant, wie sie für die Ausübung der Kommunikation erforderlich sind. Dafür sollten die angebotenen Möglichkeiten sehr umfangreich ausgenutzt werden, um dem Besucher des Profils einen guten Eindruck zur Person zu ermöglichen. Dieser Eindruck kann Vertrauen schaffen, dass jegliche unternehmerische Handlung begünstigen und zur Kontaktaufnahme animieren soll. Xing bietet verschiedene Gruppen (Fach- und Regionalforen) an, um Zielgruppen einzugrenzen. In diesen Gruppen werden Erfahrungen und Wissen ausgetauscht. Werbespammer sind dabei verschrien und helfen nicht bei der Positionierung als Experte auf dem Fachgebiet, das der Nutzer unternehmerisch besetzt. Daher ist das Geben von Wissen oder Erfahrungen Grundlage für eine positive Wahrnehmung.

Twitter – Sag es mit wenigen Worten

Twitter entstand aus dem Gedanken, Informationen mit einer begrenzten Anzahl von Zeichen, ähnlich dem Short Massage System (kurz: SMS), auszutauschen. Diese Form zielte darauf ab, ausschweifende Gedankengänge zu konzentrieren und vorher zu überlegen, was wirklich mitgeteilt werden soll. Vielfach wird diese Kommunikationsplattform genutzt, um eigene Kunden entsprechend der eigenen Dienstleistung auf bestimmte Entwicklungen aufmerksam zu machen oder über Informationen auf der eigenen Homepage zu unterrichten. Ebenfalls werden zu bestimmten Aussagen Kommentare abgegeben, was zu regen Diskussionen führt. Auch hier gilt wie in allen Netzwerken: Reine Werbeposts werden schnell abgestraft.

Google+ – der Allrounder

Google+ ist eine Verknüpfung von privatem und geschäftlichem Informationsaustausch. Dabei kann der Nutzer seine Kontakte in sogenannte Kreise einteilen und individuell entscheiden, welche Information wer erhalten soll. Hier ist die Verbindung von vielen Instrumenten wie Mailkonto, Routenplaner, Netzwerk, Youtubekanal und diversen Instrumenten zur Steigerung der Wahrnehmung der eigenen Internetseite zusammen gefasst. Es kann also bei vorhandenen Daten des Kunden oder Interessenten für einen persönlichen Besuch direkt die Route ermittelt werden. Zu anderen Netzwerken kann es zu Überschneidungen bei den Nutzern kommen, sodass eine einheitliche Profilerstellung empfehlenswert ist.

Youtube – Erzähl es in bewegten Bildern

Youtube ist ein Kanal zur Verbreitung von Videos. Hier bietet sich – auch als Verknüpfung von oder auf die eigene Internetpräsenz – die bildliche Veröffentlichung von unternehmerischen Informationen an. Youtube ist dabei eher begrenzt in der Möglichkeit, ein umfassendes Profil zu erstellen. Durch die Einstellung von Videos oder Kurzfilmen bietet dieses Netzwerk die Chance, Informationen einfacher durch Präsentationen zu erläutern.

LinkedIn – die internationale Businessdrehscheibe

Bei einer eher international ausgerichteten Unternehmung bietet LinkedIn die Gelegenheit, Geschäftskontakte weltweit zu knüpfen. Vom Aufbau her ist es ähnlich wie das Netzwerk Xing aufgestellt. Ein entsprechendes Profil bietet die Möglichkeit individuelle Informationen bereit zu stellen. LinkedIn ermöglicht ebenfalls den Austausch von Erfahrungen und Wissen in verschiedenen Gruppen. Durch die internationale Orientierung ist es jedoch vielfach erforderlich, mit der englischen Sprache vertraut zu sein.

Die speziellen Plattformen Instagram, Pinterest und WhatsApp

Instagram und Pinterest sind Plattformen, welche eine digitale Pinnwand für Fotos zur Verfügung stellen. Hier werden Bilder und Selfies, Kurzinformationen und Bildserien veröffentlicht. Sie stellen eine Alternative für mobile Momentaufnahmen dar und sind für Vielposter eine Möglichkeit der Unternehmensdarstellung von Produkten, Neuigkeiten oder Neuentwicklung als Vorabinformation.

WhatsApp ist im Kreis der Netzwerke eine Ausnahme. Es ist im Rahmen der zuvor vorgestellten Plattformen keine Kommunikationsplattform in diesem Sinne, sondern ein erweiterter Messenger. Ursprünglich als mobile Form der Kommunikation gedacht, hat es sich als rasant wachsendes Netzwerk gemausert. Dieses Instrument eignet sich eher für den mobilen, individuellen Austausch mit Kunden, als für breitangelegte Marketingaktivität. WhatsApp hat im wesentlichsten das frühere SMS abgelöst, da es eine Kommunikation mit mehreren Teilnehmern gleichzeitig ermöglicht.

Das Prinzip Teilen

Im Kundenkontakt und der Werbung setzt sich zunehmend das Content Marketing durch. Die im analogen Umfeld übliche Schaltung von Werbung oder werbeorientierten Informationen weicht dem Veröffentlichen von wichtigen, nutzenorientierten Daten und Fakten. Diese werden zunehmend von Firmen selbst recherchiert, analysiert, getextet und verbreitet. Dieser Content (Inhalt) stellt kostenlos Informationen bereit, welche sonst überwiegend durch Zeitungen, Zeitschriften und Magazinen verbreitet wurden. Um bei einer solchen kundenorientierten Vermittlung von Wissen vertrauensbildend aufzutreten, ist die Erstellung eines umfassenden Unternehmens- oder Personenprofils erforderlich. Nur mit der Verbindung von Wahrheit und Verlässlichkeit können Sie mit Geduld gepaart eine wachsende Kundenzahl aufbauen. Der Wunsch, in kürzester Zeit eine grosse Schar von zahlungskräftigen und umsatzbringenden Interessenten zu finden, sollte auf Eis gelegt werden. Netzwerken erfordert viel Ausdauer und stetige Aktivität.

Vorsicht Rechtsfallen

Im Internet gelten dieselben Urheberrechte wie im Alltagsleben auf der Strasse, im Büro oder an jedem andern beliebigen Ort. Seien Sie vorsichtig mit der Veröffentlichung von Informationen, Bildern oder anderweitigen Material (auch Auszügen davon), wo die Herkunft nicht eindeutig ist. Es gilt entweder eine Einwilligung des Rechteinhabers einzuholen oder bei der Einbindung in Texten einen Urheberhinweis (Zitathinweis) zu veröffentlichen. Auch sollten angebotene Informationen oder im Falle von Facebook geteilte Links nicht ungeprüft weitergereicht werden. Denn wer verbotene Informationen veröffentlicht beziehungsweise weiter verteilt (beispielsweise Gewaltvideos), kann sich strafbar machen. Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste und entsprechend sollte die Vorgehensweise Tagesordnung werden. Für bestimmte Aktivitäten ist eine Absprache mit einem Rechtsanwalt sinnvoll, um Abmahnungen von vorherein zu vermeiden.

Chancen der sozialen Netzwerke

Mit etwas Übung und Erfahrung können unternehmerische Inhalte, die einen Nutzen für die anvisierte Zielgruppe beinhalten, auf verschiedenen Kanälen eine grosse Wirkung entfalten. Durch direkte Kommunikation kann der Unternehmer auf verschiedene Wünsche oder auch einmal Beschwerden rechtzeitig eingehen, bevor andere Konkurrenten es tun und einen Wettbewerbsvorsprung erhalten. Auch können Produkte, Prozesse oder organisatorische Abläufe neu strukturiert werden und zu Umsatzsteigerungen führen. Ebenfalls sprechen Interessenten Empfehlungen, wenn der Unternehmer einen Kunden positiv überrascht und durch Verknüpfung sofort auf das Profil oder die Seite verweist. Langwieriges Suchen von Kontaktdaten zum Unternehmen entfällt. Auch die Hürde Kontakt mit dem Produkt- oder Dienstleistungsanbieter aufzunehmen, fällt wesentlich niedriger aus.

Die eigene Webseite als Mittelpunkt

Mit Hilfe der sozialen Medien kann jeder Selbständige digitale Marketingaktivitäten erfolgreicher multiplizieren. Durch das Einbinden von Links zu verschiedenen Profilen und Seiten auf den sozialen Netzwerken vermag der Kunde sich ein besseres Bild vom Unternehmen zu machen, das über die reine Darbietung der Leistungen hinaus reicht. Die eigene Internetpräsenz ist damit das Zentrum aller Marketingaktivitäten, denn Sie ermöglichen dem Kunden, den Kanal zu wählen, welcher dieser bevorzugt. Auf allen Tasten der diversen Netzwerke zu spielen wird vor allem kleinen Marktteilnehmern finanziell und zeitlich schwer fallen. Mit einer klugen Auswahl und einer aktiven Präsenz auf den gewählten Kanälen steht dem Wandel vom reinen Offlineanbieter zum digitalen Mitstreiter nichts mehr im Weg.

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